ZAMstival 6. bis 13. Juli

Herzliche Einladung zum ersten ZAMstival vom 6. bis 13. Juli 2022 im ZAM ‒ Zentrum für Austausch und Machen, Hauptstraße 65-67 | 91054 Erlangen. Eröffnung des ZAMstivals am Mittwoch, 6. Juli, 18:15 Uhr. Ab 7. Juli täglich geöffnet ab 15:00 Uhr.

Sieben Tage lang wollen wir im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals zeigen und feiern, was im ZAM schon heute auf ganz vielen Ebenen entsteht. Neben zahlreichen Workshops, Vorträgen, Gesprächsrunden und Mitmachangeboten (teils mit Anmeldung, s. u.) wird es auch durchlaufende Angebote geben: Dabei wirft die Ausstellung „Know-how teilen macht Städte stark“ einen Schulterblick auf die Projekte des Post-Corona-Stadt-Programms Erlangen, „Vintage digital“ stellt u. a. Retro-Computer zum Mitspielen vor und das „Kreationsregal“ zeigt die Kunst des Machens.

Weitere Informationen findet ihr im gedruckten Programmflyer und im Online-Tagesprogramm. Anmeldungen zu einzelnen ZAMstival Veranstaltungen im Programm des Nürnberg Digital Festivals: www.nuernberg.digital

Grüne Oase

Aus der stiefmütterlich behandelten Passerelle wurde eine „Grüne Oase“! Am vergangenen Samstag haben die Grün- und Farbaktivist:innen des gleichnamigen PCS-Projekts Hände und Pinsel tief in Erde und Farbe getaucht und ein blühendes Kunstwerk geschaffen, das zum entspannten Vorbeiflanieren einlädt. Schaut doch mal vorbei auf der ZAM Passerelle!

Das Projekt wurde durch das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ mit Mitteln der Städtebauförderung und der Stadt Erlangen finanziell unterstützt.

Das Projekt KNOW-HOW TEILEN MACHT STÄDTE STARK im Förderprogramm „Post Corona Stadt“ wird im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. Außerdem wurde das Projekt durch das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ mit Mitteln der Städtebauförderung und der Stadt Erlangen finanziell unterstützt.


Populäre Pilze

Bei der langen Nacht der Wissenschaften am 21. Mai 2022 geht es mit dem Fungarium in die Pilze.

Die ersten Gäste kommen schon Viertel vor zwei herein, schwenken das grüne Programmheft der Langen Nacht der Wissenschaften und wollen wissen, ob sie hier richtig sind bei „Biowerkstoff Pilz“. In diesem Moment hantieren wir noch mit unbekannten Passwörtern von fremden Rechnern und arrangieren frisch gezupftes Moos und Austernpilze im Terrarium. Doch natürlich sind wir bereit, Ruben und Luis, Nicole, Valentina und Kim, Barbara, Steve, Martina, Baltasar, ich und viele andere, für einen zehnstündigen öffentlichen Explorathon rund um das Myzel („die Wurzeln der Pilze“) und was daraus alles werden kann. Wissenschaft zum Anfassen und Heimtragen.

Für das Fungarium-Team im ZAM, das vitale Startup in unserer Mitte, ist es ein idealer Moment, den Stand ihrer angewandten Wissenschaft zu zeigen und durch Austausch und Machen weiterzukommen. Denn während der didaktischen Einheiten, die beim Pilz auf dem Weichkäse beginnen, dann um Handhygiene (wichtig beim Bio-Basteln), Beobachten unter dem Mikroskop und Fluoreszenz kreisen, kommen sie mit hunderten von interessierten Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch, erleben deren Reaktionen und zapfen deren Erfahrung an. Und wenn nun 150 Papp-Faltschachteln mit Myzel, die unsere Gäste mitgenommen haben, in dunklen Räumen überall in der Metropolregion stehen und je nach Umweltbedingungen in zehn bis zwölf Tagen dort erste Pilze geerntet werden können (vielleicht auch nicht) – dann ist das schon fast Citizen Science.

In jedem Fall ist es Kids Science: Am riesigen Experimentiertisch in der Schaufensterzone beantworten unsere jüngsten Gäste ganz intuitiv die Frage, was sich mit diesem Bio-Styropor alles anstellen lässt. Als der erste Papa fragt „Dürfen Erwachsene hier auch…?“ zeigt sich wieder mal, dass die Großen darauf mindestens ebenso neugierig sind wie die Kinder. Hunderte von Händen, kleine wie große, zersägen und bemalen die teils wie Camembert, teils wie Riesen-Toblerone geformten Probestücke aus Holzschnitzeln und Pilzwurzel. Sie werden ins Wasser gesetzt oder mit anderen Materialien zu etwas Neuem kombiniert. Fahrzeuge entstehen, Schiffe, und sogar Flugzeuge wurden gesichtet, beim Abflug aus dem ZAM in eine lange Nacht der neuen Erfahrungen und des frisch geteilten Know-how.

Von Schrauben, Regalen und dem richtigen Durchblick

Sechs auf einen Streich und der siebte folgt sogleich … Nämlich am kommenden Sonntag, 29. Mai, von 12 bis 18 Uhr. Die Rede ist von den Aufräumtagen im ZAM, bei denen seit November letzten Jahres viele Aktive die Ärmel hochgekrempelt, geräumt, sortiert, auf Leitern balanciert, katalogisiert und geputzt haben. Zuerst waren die Dachböden und ehem. Regallager im Haupthaus dran, dann das gesamte Nordhaus, in dem künftig die Werkstätten Einzug halten sollen. Viel Putzwasser ist in dieser Zeit durchs ZAM geflossen, Staubsaugerbeutel und Mülltonnen wurden gefüllt, Kleinteile in nummerierte Kisten gepackt, ein Everest von Regalen, Regalen und nochmals Regalen zerlegt und feinsäuberlich gestapelt, Spinde „umgeparkt“, eine Unzahl an Kabeln entheddert, IT-Installation zurückgebaut und sortiert … Für Ordnung sorgt nun auch ein selbst entwickeltes digitales Erfassungssystem, in dem bereits mehr als 1.500 Objekte katalogisiert sind. So können Schrauben, Muttern & Co., die die Familie Geiner dem ZAM überlassen hat, schnell gefunden werden, wenn sie für ein Werkstattprojekt benötigt werden.

Auch im Außenbereich war jedes Mal einiges zu tun: Dachrinnen säubern und auf Dichtigkeit prüfen, die Passerelle reinigen, (immer wieder neu) den Müll ringsum einsammeln ‒ und zwischendurch auch mal den Blick über die Erlanger Altstadt genießen. Für Durchblick haben Kevin und Ceddral gesorgt, indem sie ein erfolgreiches Verfahren entwickelt haben, um großflächige und hartnäckige Beklebungen von den Schaufenstern des Nordhauses zu entfernen. Man nehme sich Cutter, Orangenreiniger, eine Sprühflasche mit Wasser und ausreichend Zeit zum Plauschen …

Nach getaner Arbeit klingen die inzwischen legendären (weil durchaus lustigen) „ZAMräumen“-Tage sehr vergnüglich beim gemeinsamen Essen & Trinken aus. Wer also beim nächsten Mal dabei sein möchte: einfach am Sonntag, 29. Mai um 12 Uhr zum ZAM kommen. Helfende Hände sind immer willkommen!

„Machen“ im Mai

Habt ihr schon einen Blick ins aktuelle ZAM Programm geworfen? Dort finden sich eine ganze Reihe Workshops und Mitmachangebote zu den unterschiedlichsten Themen. Bei einigen Angeboten sind noch Plätze frei. Bevor es also mit großen Schritten Richtung Mai geht, möchten wir euch gerne noch auf die Veranstaltungen dieser Woche hinweisen:

28. April |19:00-22:00 Uhr: PCS Verbindung der Welten: Experimentalmusik
29. April | 18:00-21.30 Uhr: PCS: Gemeinsames Wohnen – Gemeinsamer Weg, Teil I
30. April | 13:00-15:00 Uhr: #StayWithUkraine: Seife schnitzen mit Lena
Nähere Infos zu Anmeldung und Inhalten findet ihr beim Klick auf die jeweiligen Workshop-Links.

Am 9. Mai ist die FAU von 14:00-18:00 Uhr mit ihrem Programm EELISA anlässlich des Europatags 2022 zu Gast im ZAM: Hier seid ihr eingeladen, kreativ zu werden und zusammen abgelegten FAU-„Merch“ zu upcyclen.

Am 11. Mai findet von 19:30-21:30 Uhr der PCS-Workshop Open-Data-Umweltsensor statt, in dem ihr euren eigenen Umweltsensor zusammenbauen könnt. Elektrobastler:innen und Löt-Begeisterte können sich auch dann auch gleich schon die nächsten beiden Events vormerken: Das nächste Repair Café findet am 14. Mai von 11:00-15:00 Uhr statt und am 4. Juni folgt von 10:00-15:00 Uhr Teil 1 des Workshops Platinenentwurf & Löten.

Eure kreative Ader könnt ihr am 16. Mai beim Offenen Kreativtreff von 18:00-21:00 Uhr ausleben. Und immer mittwochs treffen sich ab 18:00 Uhr die Spielerfinder:innen im ZAM, um ihre Ideen zu diskutieren, zu entwickeln und neue Spiele-Settings zu testen.

Per Du mit dem Myzel, Teil eins.

Am 24. März 2022 hat Fungarium zum ersten Bio-Workshop rund ums Wurzelwerk der Pilze eingeladen.

Fünfundzwanzig Grad Celsius Tag und Nacht, mildes Seeklima mit achtzig Prozent Luftfeuchtigkeit, Störungen weitgehend ausgeschlossen – nein, ich beschreibe nicht den klassischen Traumurlaub unter Palmen, sondern das Klima in den schwarzen Würfelzelten des Fungarium, tief im ZAM. Dort liegen jetzt unsere Förmchen, bis zum Rand mit Myzel („die Wurzeln der Pilze“) gefüllt, wie damals im Sandkasten, und wir haben die Hoffnung, in etwa zwei Wochen dort eine Art Bio-Styropor aus den Metallregalen zu ziehen. Wenn alles gut läuft und wir keine Verunreinigung in die Formen mit ausgesät haben, dann erwarten uns gleichmässig von den feinen Wurzelfäden der Pilze durchzogene und zu homogenen Blöcken verbackene Werkstücke in ganz unterschiedlichen Dimensionen, mit denen wir dann im zweiten Teil des Workshops in einiger Zeit Dinge bauen wollen. Oder ist uns vielleicht doch eher nach Austern- oder Shiitake-Pilzen für den Salat? Je nachdem, ob wir das Trocknen einleiten oder aber das Pilzklima fortdauern lassen, erhalten wir das eine oder das andere Produkt.

Viel ist erstaunlich und ungewohnt an diesem Abend. Beispielsweise die hohe Sorgfalt, die aufgewendet werden muss, um mit laminarer Luftströmung im Arbeitsbereich Verunreinigungen von Petrischalen voller Nährsubstrat fernzuhalten. Die Gummihandschuhe. Das ständige Sterilisieren von Skalpellen mit dem Gasbrenner, vor jedem Arbeitsschritt. Das Ver- und Entsiegeln von Arbeitsgefässen. Der Aufwand, der getrieben wird, um mit Atomizern die richtige Luftfeuchtigkeit in den Zelten einzustellen. Und schliesslich – das lange Warten aufs Ergebnis (in diesem Fall mindestens zwei Wochen) zusammen mit der ganzen Ungewissheit, ob das Ergebnis denn „stimmen“ wird. Ich verstehe, warum das Bio-Tüfteln so schwer Eingang in die Schulen, Museen und Science Centers findet, und warum es selbst in den meisten Fab Labs und Makerspaces nur ein Schattendasein fristet. Im Vergleich zu allem, was programmierbar oder numerisch zu steuern ist, oder was als Pinselstrich aus der Hand fliesst, sind natürliche (Wachstums-)prozesse so etwas wie schwarze Kisten – für Überraschungen gut, nicht zu beschleunigen, mindestens Geduld fordernd und manchmal auch Demut.

Doch wenn die Begeisterung der präsentierenden Akteure – gestern waren es Luis und Ruben – fast handgreiflich in der Luft liegt und mit hoher Professionalität zusammengeht, dann spielt das keine Rolle, dann tun sich nach anfänglichem Zögern tatsächlich neue Räume auf. Wir haben uns gemeinsam irgendwann freigespielt. Barbara hat Plastikfolie zu Kegeln genäht, (hoffentlich) desinfiziert, umgestülpt und mit Myzelsubstrat gefüllt. Alle Signale, die man mit den Fingern einer Hand senden kann, wurden mit gefüllten Gummihandschuhen nachgestellt. Mit einer versenkten Sektflasche hat Ruben einen Flaschenkühler auf den Weg gebracht und ich will schauen, ob sich eine ins Substrat eingebettete 3D-gedruckte Figur abformen lässt. Kurz: Wir sind hier auf einem spannenden Weg in ein gestalterisch-ernährungstechnisches Neuland, und wenig kann uns stoppen, denn der Funke ist übergesprungen. Ein natürliches Baumaterial wartet darauf, von uns im ZAM entdeckt und erschlossen zu werden. Seid dabei, wenn wir im zweiten Teil des Workshops alles auf den Tisch legen und weiter machen beim Erforschen eines mehr als erstaunlichen (Werk-)Stoffes.

It’s coffee time – Repair Café im ZAM

Wir freuen uns riesig, dass das Team vom Repair Café Erlangen am Samstag im ZAM war. Jeder konnte sein kaputtes Gerät vorbeibringen: Radios, Wecker, Stehlampen, Mixer, Wasserkocher … alles wurde wieder repariert und flott gemacht.

Im Repair Café wird Dir geholfen mit elektrischen, elektronischen und mechanischen Geräten, Gebrauchsartikeln, Haushaltgeräte, Spielzeug und vielem mehr. Alles, was kaputt ist (und was Du selber ins Repair Café bringen kannst), ist willkommen und hat gute Chancen auf eine gelungene Reparatur.

Die Reparatur erfolgt normalerweise mit Dir zusammen: so lernst Du selbst, wie man einfache Reparaturen durchführen kann. Wegen Corona und dem großen Andrang war das diesmal leider nicht möglich – wir hoffen, dass sich das bald wieder ändert.

Das Repair-Café im ZAM findet idR. jeden 2. Samstag im Monat statt zwischen 11:00 bis 15:00. Wegen Ostern ist das nächste Treffen aber am 9. April. Im Programmkalendar sind die Termine eingetragen.

Live on air

Anfang Februar waren wir bei funklust, dem Campusradio der FAU, in die Sendung „auftakt“ eingeladen. Katharina und Hanna haben mit Eva über das ZAM, den Betreiberverein und das Förderprogramm Post-Corona-Stadt geplaudert. Hier kannst du in das Live-Interview reinhören. Außerdem hat uns Nina von deinerlangen.de im ZAM besucht. Was sie im Interview mit Julian und Daniela erfahren hat, liest du in Bock einen 3D-Drucker auszuprobieren? Zum weiteren Stöbern rund um den Betreiberverein und das ZAM lädt das ZAM Pressearchiv ein.

TP4EU: unterwegs in Paris

Julian war diese Woche eingeladen auf der TP4EU in Paris, um das ZAM vorzustellen. Bei der TP4EU, einer neuen Initiative des französischen Ministeriums, geht es um sog. „third places“ sowie deren Unterstützung und die Zusammenarbeit . Ein sog. „Dritter Ort“ (third place oder auch great good place genannt) definiert sich als ein Ort der Gemeinschaft, an dem sich Menschen treffen, um zusammen zu arbeiten, sich auszutauschen und so Vernetzung und Innovation zu ermöglichen. Genau das also, was das ZAM einmal sein wird! Die Teilnehmer:innen hatten außerdem noch jede Menge Zeit, sich die vielen verschiedenen Co-Working Places, FabLabs, Gemeinschaftswerkstätten, Offenen Werkstätten, Makerspaces, „solidarity garages“ und „livinglabs“ vor Ort anzuschauen. Hier teilen wir ein paar Eindrücke von Julians Reise: Von der Cité des sciences et de l’industrie ging es zu Carrefour numérique, wo sich das FabLab, ein Livinglab und IT-Schulungsräume befinden. Ihr seht die Ergebnisse aus einem 3D-Workshop mit Schüler:innen, auf dem nächsten Foto einige der Teilnehmer:innen (da möchten wir demnächst aber gerne noch mehr w/d sehen!) und den „Schwamm“: Hier wird mit einem neuen Material aus Altglaspulver und zermahlenen Eierschalen experimentiert, die besonders heiß gebacken werden. Der coole Materialschrank auf dem nächsten Foto ist selbst gebaut. In diesem Lab liegt der Fokus auf großen Holzmodellen und Möbeln, die mithilfe von computergesteuerten Maschinen (CNC-Fräse und Lasercutter) gefertigt werden. Bei den Village Makers in der Wissenschaftsstadt hat Julian dann noch einen kurzen Film gedreht. Hier können sich Mitglieder entweder mit eigenem Tisch oder als „Nomaden“ einmieten.

Bei den Village Makers